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02.08.10 Musik auf alten Instrumenten Musik


Instrumente aus römischer Zeit und Steinzeitflöten erklingen beim Museumsfest in den Pfahlbauten und bei einem Konzert

Musik-Archäologen und experimentelle Archäologen musizierten gestern gemeinsam im Pfahlbaudorf. Auch heute werden sie im Museum noch einmal zu hören sein.

Bild: Walter

Uhldingen-Mühlhofen (hpw) Außergewöhnliche Musik klang gestern über den sanften Wellen zwischen den Pfahlbauten. Schon im Verlauf des Museumsfests erläuterten und spielten Musikerinnen und Musiker mit experimentierfreudigen Archäologen auf uralten Instrumenten und entlockten ihnen einen ganz besonderen Zauber. Am Abend schließlich fanden sich die Gruppe Musica Romana, Thomas Olesch und Jean Loup Ringot zu einem gemeinsamen Konzert zusammen. Auch heute sind die alten Instrumente im Museum zu hören.

Doch auch sonst gab es auf der Aktionswiese allerhand zu sehen, zu staunen und zu tun. Am spektakulärsten war, wie Steinzeitmann Blumammu gemeinsam mit Uhldi einen Damhirsch zerlegte. Nicht um eine blutige Show zu zelebrieren, sondern um zu zeigen, wie scharf die prähistorischen Messer aus Feuerstein sein konnten. „Das ist seit 80 Jahren zum ersten Mal, dass wir das hier machen“, erklärte Uhldi dem Publikum. Die ganze Woche wird der Experimentalarchäologe und trommelnde Schamane noch zu Gast sein.

Die kleinen Besucher zogen es indessen vor, sich mit den anderen Mitmachangeboten zu befassen. Oder den Erklärungen von Thomas Olesch zu lauschen. Der ehemalige Mediziner und heutige Holunderflötenspezialist zeigte den jungen Zuhörern das kleinste und das größte Instrument dieser Art. Auf der Kopie eines steinzeitlichen Funds von Hagnau demonstrierte er den Klang. „Die Kinder hatten genau die richtigen Fragen zum Thema“, freute sich Olesch. So war die Panflöte, die Susanne Riehlinger von Musica Romana spielte, vor allem ein „Signalinstrument“ von Hirten und weniger geschaffen, um sich musikalisch zu vergnügen. Dass dies durchaus geht, bewies ihre Gruppe auch mit verschiedenen Harfen, Leiern und Trommelinstrumenten.

Auch wenn Sonne und Hitze die Menschen gestern vorrangig ins Bad oder auf den See lockte, war die Resonanz beim Museumsfest ganz gut. „Rund 2000 Besucher werden wir haben bis zum Abend haben“, prognostizierte Direktor Gunter Schöbel am Nachmittag: „Damit sind wir zufrieden.“

Südkurier 02.08.10

   


 
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