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03.06.11 Pfahlbautendirektor zeigt Schätze aus der Steinzeit


Eine Führung der besonderen Art erlebten 26 Leser, die bei der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ einen Besuch im Pfahlbau-Museum in Unteruhldingen gewonnen hatten. Sie wurden von Museumsdirektor Gunter Schöbel persönlich geführt und durften dabei auch in Bereiche, die Besuchern normalerweise verschlossen bleiben. „Ich war seit zehn Jahren nicht mehr hier. Jetzt sehe ich das Museum mit ganz anderen Augen“, gestand nach der Führung SÜDKURIER-Redakteur Stefan Hilser, der die Besucher von Zeitungsseite her betreute. „Bis zum nächsten Besuch werden keine zehn Jahre vergehen.“ Damit sprach er den anwesenden Lesern aus der Seele – auch mit seiner Würdigung Schöbels, der die Einrichtung mit viel Herzblut leite, „und der steinalten Vergangenheit eine Zukunft gibt“.

Pünktlich um 17 Uhr hatten sich die Gewinner der Leser-Aktion im Museum eingefunden. In kurzen Begrüßungsworten informierte Schöbel die Besucher über die Rahmendaten des Museums: Rund 250 000 Besucher werden jährlich durch die Holzhäuser geschleust, deren erste bereits von 1922 sind: Das Museum feiert nächstes Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Damit ist es das älteste und größte archäologische deutsche Freilichtmuseum. „Das liegt auch an der touristischen Attraktivität des Bodenseeraums. Je mehr Menschen an den See kommen, desto mehr kommen auch zu uns.“

Was kaum jemand weiß: Die Pfahlbauten sind nur ein Teil des gesamten Betriebs. Zum einen wird geforscht, zum anderen gehört zur Wissenschaft die Lehre. „Immer wieder kommen Studenten zu uns, um hier zu arbeiten.“ Daneben arbeitet der Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde mit seinen rund 620 Mitgliedern auch heimatgeschichtlich, „hauptsächlich im Winter, im Sommer haben wir dafür keine Zeit“, erzählt Schöbel, der stolz darauf ist, dass sich der Verein ohne staatliche Zuschüsse selbst trägt.

Die SÜDKURIER-Leser durften alles sehen. Von der Bibliothek, in der mehr als 30 000 archäologische Bände stehen, ging es in den Fundus im Keller, in dem viele Schätze lagern, um vielleicht irgendwann einmal eine Ausstellung zu bereichern. Noah aus Pfullendorf ist begeistert: „Ich war mit meinen Eltern schon im Museum. Aber hier gibt es so viele schöne Sachen, die ich noch nie gesehen habe.“ Krüge, Steinbeile oder der 3000 Jahre alte Schädel einer Frau begeistern die Besucher ebenso wie die informativen Erklärungen des Museumsleiters. Der zeigt auch Beispiele, wie im Dritten Reich die Geschichte im Sinne der Nazis verfälscht wurde: Alles sollte „arisch“ sein.

Auf die hauseigene Werkstatt will das Museum nicht verzichten. „Bei den über 6000 Pfählen und der großen Anlage brauchen wir das. Wenn irgend etwas kaputt geht, können wir sicher sein, dass innerhalb von drei Stunden alles wieder repariert ist.“ Die Besucher sind beeindruckt.

Nach einem obligatorischen Gruppenfoto geht es jetzt in die Außenanlagen. Auch hier vermitteln die kenntnisreichen Erläuterungen des Direktors und sein Generalschlüssel Eindrücke, die man als normaler Besucher nicht erhält. Immer hat Schöbel nicht nur die Ausstellung selbst, sondern auch deren Zustandekommen und die musealen Probleme mit Besuchern, dem Wetter oder den Dingen im Blick.

Nach der abschließenden Vorführung eines Films von 1926 über das Leben in Pfahlbauten waren sich die Besucher einig: Dieser Besuch hat sich gelohnt. Alle wollen demnächst wiederkommen. „Wir haben sehr viel gelernt“, freuten sich die Eheleute Christel und Christian Martens. Nach 25 Jahren am See war Per Gschwandtner zum ersten Mal im Museum und zeigte sich beeindruckt. „Ich bin positiv überrascht. Wenn wir Besuch haben, werde ich sicher mit denen herkommen.“

 

Südkurier 03.06.11

    Direktor zeigt Schätze aus Steinzeit


 
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