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25.05.11 Auf ungewöhnlichen Pfaden


 In die Frühgeschichte der Menschheit sind es im alten Fischerdorf Unteruhldingen nur wenige Meter. Bis zu 300 000 Besucher laufen alljährlich über den Steg ins bronzezeitliche Jahr 1100 vor Christus. In die Steinzeit sind es ein paar Schritte weiter. Die Pfahlbauten, detaillierte Rekonstruktionen typischer vor- und frühgeschichtlicher Siedlungen des Voralpenraumes, sind Deutschlands ältestes Freilichtmuseum, die ersten Gebäude entstanden 1922.

Die Pfahlbauten umfassen 23 Häuser, seit 2007 stehen an Land auch die wieder aufgebauten originalen Hütten aus der SWR-Fernsehproduktion „Steinzeit Das Experiment. Leben wie vor 5000 Jahren. Die Lehm- und Blockhäuser als archäologisches Freilichtmuseum und das in einem modernen Bau am Ufer untergebrachte Museum mit wechselnden Ausstellungen und Originalfundstücken sind aber nicht nur eines der bedeutendsten touristischen Ziele am Bodensee, hier wird auch geforscht. Innerhalb unserer Reihe „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ ermöglicht Museumsleiter Gunter Schöbel 26 Leserinnen und Lesern am kommenden Mittwoch, 1. Juni, 17 Uhr, einen ganz besonderen Besuch fernab der normalen touristischen Führung. Wie Sie dabei sind, lesen Sie rechts im Infotext.

„Das soll eine Einblick hinter die Kulissen werden“, verspricht Schöbel, „eine Führung durch unser Freilichtmuseum mit Forschungsinstitut und dabei wollen wir sehr gerne auch das zeigen, was der Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt: die Organisation des Museums.“

„Wir sind ja ein Komplettmuseum, wir haben alles, was auch ein großes Museum hat.“ Das beginne in den ausgrabenden Einheiten, führe über die Sammlungen, die nicht nur Archäologie bedeuteten, sondern auch Volkskunde und Zeitgeschichte. „Wir gehen in die Werkstätten, wo man unsere Handwerkerarbeitlungen erleben kann, die unser Museum betreuen, in denen aber auch all die kleinen Dinge entstehen, die man für die Kinder- und Schülerprojekte braucht.

Schöbel selbst wir die Besucher mit der doppelt spannenden Geschichte der Pfahlbauten bekannt machen. Das ist einerseits die voralpenländische Pfahlbaukultur, die im Sommer zum Weltkulturerbe erklärt werden soll, und andererseits die Historie des Freilichtmuseums selbst. „Auf der geschichtlichen Ebene wäre es sicher auch sinnvoll zu zeigen, wie ein Museum als Instrument der Wissenschaft, aber auch als Instrument der Politik funktioniert; dabei denke ich auch an die wechselvollen Jahre zwischen 1935 und 1945 hier in unserem Museum.“

Als kleinen filmischen Leckerbissen gibt es dazu den Dokumentarfilm von 1926/27, der zeigt, wie man damals Wissenschaft rekonstruierte. Denn: „Das zweite Standbein ist seit den Anfängen die Wissenschaft“, erläutert Schöbel, „zu einem Blick hinter die Kulissen gehört natürlich auch, dass wir erläutern, wie wir zu unseren Präsentationen hier im Museum kommen“.

Beim Rundgang durch die Anlage wird Schöbel auf die neu eröffneten Abteilungen auch der aktuellen Ausstellung „Steinzeitmobil“ eingehen, ebenso auf den Steinzeitparcours im Freigelände und auf die neuesten Installationen. „Wir als Museum haben ja immer den Anspruch, aktuell zu sein, auch wenn sich das manchmal beißt mit der Allgemeinsicht auf ein Museum, das meist mit der Überschrift „staubig und von vorgestern“ versehen wird.“

„Ich denke, es wird für die Leserinnen und Leser des SÜDKURIER sehr interessant sein, zu erleben, dass die Pfahlbauten eben nicht nur ein altes angestaubtes Museum sind, sondern auch sehr lebendig immer auch darauf achten, neue Module einzubauen, damit man attraktiv bleibt und auch ein bisschen etwas gegen den Satz tut: Pfahlbauten, ja, war ich schon mal, wann? Als Schüler.“

Mit dem Blick hinter die Kulissen will Schöbel zeigen, dass die Pfahlbauten viel mehr sind als die bekannte touristische Schülererinnerung an „ein paar Häuser auf Stelzen am Alpenvorsee, mal im Wasser, mal aus dem Wasser.“

 

Südkurier 25.05.11

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