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Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte am Bodensee


Prof. Dr. Gunter Schöbel - Museumsdirektor

Forschungsinteressen:

Archäologie der Jungsteinzeit und Bronzezeit, Archäologie der Pfahlbauten an den Seen und Mooren, Experimentelle Archäologie, Naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden der Archäologie, Archäologische Freilichtmuseen, Museologie, Museumskunde, Ausstellungsdidaktik, Museumspädagogik sowie der Forschungsgeschichte der Archäologie

 

Zu den Publikationen

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email: mail@pfahlbauten.de

 

 

 

 

 

 

 

Museumsdirektor Prof. Dr. Gunter Schöbel

Peter Walter M.A.

Forschungsinteressen:

Neolithikum weltweit, mit Schwerpunkten im Pfahlbaubereich, Jungneolithikum Süddeutschlands (Höhensiedlungen), Neolithikum im zentralen Mittelmeerraum mit Schwerpunkt Italien/Sardinien, Obsidianabbau,- handel und –bearbeitung, Spätbronzezeit Mittelmeerraum, Experimentelle Archäologie.

 

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email: walter@pfahlbauten.de

 

 

 

 

Peter Walter © Pfahlbaumuseum/Müller

Dr. Matthias Baumhauer

 

 

 

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email: baumhauer@pfahlbauten.de

 

 

 

 

 

 

Dr. Matthias Baumhauer

Jürgen Hummler

 

email: hummlerj@pfahlbauten.de

Jürgen Hummler

Vera Edelstein M.A.

Forschungsinteressen:

Paläogenetik, Vermittlung von Archäologie und Geschichte in Museum und Schule im In- und Ausland, Paläolithikum, Archäologie der Pfahlbauten, Experimentelle Archäologie

 

 

email: edelstein@pfahlbauten.de

 

Vera Edelstein

Publikationen/Literaturliste des Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte am Bodensee.

 

 

Das Forschungsinstitut umfasst gegenwärtig folgende Abteilungen:

 

 

Das Forschungsinstitut - Geschichte

 

Die Ursprünge der universitären Zusammenarbeit lagen zu Museumsbeginn in einer Kooperation mit dem Urgeschichtlichen Forschungsinstitut der Universität Tübingen in den Jahren 1921 – 1925 (Prof. Dr. R.R. Schmidt, Assistenten Hans Reinerth, Georg Krafft). Darauf aufbauend folgte unter Federführung von Prof. Dr. Hans Reinerth eine Zusammenarbeit mit den Instituten für Vor- und Frühgeschichte der Universitäten Tübingen (1931-35) und Berlin (1935-1941).

Anknüpfend an diese sich über zwei Jahrzehnte erstreckenden Kontakte wurde das Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte am Bodensee am 16. Mai 1954 durch den ersten Vorsitzenden des Vereins für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V. Landrat i. R. Dr. Rudolf Maier als Teil des archäologischen Freilichtmuseums gegründet. Durch eine bauliche Aufstockung des Pfahlbaumuseums konnten 1953/54 die dafür notwendigen Arbeitsräume und Magazine für die Originalsammlungen innerhalb des Museums selbst geschaffen werden, die ihren Ursprung in der Privatsammlung des Unteruhldinger Bürgermeisters Georg Sulger hatten.

Die Zielsetzung für das neu gegründete Forschungsinstitut bestand in der Erschließung der wissenschaftlichen Grundlagen der Darstellung der Vor- und Frühgeschichte des Menschen, im Besonderen des Bodenseeraumes. Der Vermittlung der Forschungsergebnisse sollten die Veröffentlichungen des Instituts, Vorträge, Lehrgänge und gelegentliche Ausstellungen dienen. Die Unterstützung eigener und fremder Ausgrabungen und die Weiterentwicklung modernster Forschungsmethoden mit seinen technischen Laboratorien sollten der Grundlagenarbeit für die Rekonstruktionen im Freilichtmuseum mitsamt der angeschlossenen Modellwerkstatt zugute kommen. Im Gründungsjahr umfasste der Bibliotheksbestand 3000 Einzelbände und 2000 Sonderdrucke, zum Forschungsinstitut gehörten ein Fotolabor und ein Zeichenzimmer, Ausrüstungen für Land- und Unterwassergrabungen sowie historisch bedeutsame Sammlungen aus den Pfahlbauten des Kulturraumes Bodensee und Oberschwaben.

Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsinstituts hatte von 1954 bis 1989 Prof. Dr. Hans Reinerth inne. Als wissenschaftliche Assistentin war Frau Dr. Gerta Schneider (1945-1956), als Fotograf und Laborant in den ersten Jahren der wissenschaftliche Lichtbildner Heinz Dürr angestellt. Es folgten in wechselnden Tätigkeiten Frau Waltraud Grünewald als technische Zeichnerin, Frau Dr. Elisabeth Heinsius als ehrenamtliche wissenschaftliche Mitarbeiterin, Frau Irmgard Fernengel als Verantwortliche für fotografische Aufnahmen, Herr Josef Brunner für die Modellwerkstatt. Zahlreiche Privatsammler und ehrenamtliche Mitarbeiter wie Hermann Schiele, Fritz Sulger, Karl und Aribert Wiehler, Fritz Zimmermann, Erich Schultz, Alfons Beck, Bernhard Regenscheidt und Helmut Maier unterstützten durch Feldbegehungen und Aufsammlungen die Arbeit des Institutes im Zeitraum von 1954 – 1989. In den Publikationsreihen „Vorzeit am Bodensee“ (ab 1952) und „Vorzeit“ (ab 1963 bis 1988), die vom Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V. in Unteruhldingen am Bodensee und Hans Reinerth herausgegeben wurden, sind die Tätigkeitsberichte des Vereins und des angeschlossenen Forschungsinstitutes veröffentlicht worden.


Sammlungsgeschichte 1922 – 1989


Der Sammlungsbestand wuchs durch Schenkungen und Ankäufe bis 1989 stetig. Neben den prähistorischen Funden und Archivalien sowie den Ankäufen für die Bibliothek war auch die Anschaffung volkskundlicher Gerätschaften für die Ausstattung eines geplanten „alamannischen Bauernhofes“ bedeutsam – dieser war zur Ergänzung der Ausstellungsbereiche in der Unteruhldinger Sammlungspolitik geplant. Aufgrund der räumlichen Enge vor Ort im Museum, der fehlenden Unterstützung und zunehmenden Isolation des Pfahlbauvereins und seines wissenschaftlichen Leiters durch die Behörden und Universitäten konnte trotz Bemühungen seitens des Trägervereins um neue Räumlichkeiten keine Ausstellung der stetig anwachsenden Sammlungsbestände mehr in Unteruhldingen erfolgen. Diese Situation führte zur Gründung von Außenstellen in Pfrungen am Ried, Gemeinde Wilhelmsdorf, und später in Königseggwald bei Ostrach, wo in Kisten verpackte Sammlungsbestände in Außenlagern magaziniert wurden.

Ausstellungstafeln, Nachbildungen, Modelle und Gipsabdrücke von prähistorischen Hüttenböden aus Ausgrabungen der 30er Jahre wurden aus Gründen der Platznot in provisorischen Holzhütten, rekonstruierten Pfahlbauhäusern und im Privathaus des wissenschaftlichen Leiters Hans Reinerth gelagert. Dort fanden sich auch nach dessen Tod im Frühjahr 1990 noch original verpackte Transportkisten mit wertvollen Dokumentationsmaterialien – darunter Ausgrabungsfunden, Fotoplatten und wissenschaftlichen Manuskripten -, die 1944 aufgrund der drohenden Bombengefahr aus Berlin an den Bodensee verlagert worden waren.

Die Reorganisation des Pfahlbauvereins ab 1987 durch die Vorsitzenden Dr. Anton Paul und ab 1990 durch Hans-Erwin Wende führte zu einer Verjüngung des wissenschaftlichen Stabes unter der Leitung von Dr. Gunter Schöbel (seit Nov. 2013 Professor), der seinen Dienst am 01.01.1990 antrat und damit Prof. Dr. Hans Reinerth, der zwischen 1931 bis 1986 die wissenschaftliche Verantwortung für Verein, Museum und Forschungsstelle trug, ablöste.

Die Neuordnung des Institutes betraf alle vorhandenen Abteilungen. Als wissenschaftliche Assistentinnen und Assistenten mit der Fachausbildung als Archäologen (Vor- und Frühgeschichte bzw. Ur- und Frühgeschichte) waren Karin Weiner M.A. (1990 – 1994), Tom Stern M.A. (1990 – 1992), Karl Banghard M.A. (1995 – 1996), Peter Walter M.A. (seit 1997 bis heute) und Herr Dr. Matthias Baumhauer (seit 1997 bis heute) tätig.

 

Die Geschichte des Forschungsinstitutes ab 1990


Die verstreut untergebrachten und weitgehend nur teilerfassten Sammlungen konnten durch die Neustrukturierung in acht Abteilungen gegliedert und nachfolgend grundlegend erfasst werden. Die Durcharbeitung ist bis heute nicht abgeschlossen und stellt eine wichtige Forschungsaufgabe in der besucherschwachen Zeit im Freilichtmuseum zwischen Oktober und März in den eigens dafür eingerichteten Räumlichkeiten und Labors vor Ort für die Zukunft dar. Die Vielfalt des kulturhistorisch bedeutsamen Archivs, die mehrfachen Verlagerungen von Ausgrabungsbefunden und –funden während des Zweiten Weltkrieges, aber auch danach, erforderten mit zu klärenden Eigentumsansprüchen unterschiedlicher Institutionen und Privatpersonen eine sorgfältige und arbeitsintensive Auseinandersetzung mit dem Bestand. Der Bau eines neuen Museumsgebäudes mit entsprechenden, nach konservatorisch neuesten Gesichtspunkten eingerichteten Archivräumen und Arbeitsmöglichkeiten schafften hierfür ab 1996 die Grundlagen. Wissenschaftlich-technische Mitarbeiter werden bis heute aus dem Stamm der Besucherführerinnen und Besucherführer sowie der Handwerksabteilung fortlaufend qualifiziert, aus- und weitergebildet, um vornehmlich im Winterhalbjahr, die Arbeiten des Forschungsinstitutes zu unterstützen. Neben den angestellten drei Archäologen mit Hochschulabschluss stehen so dem Museum für seine Aufgaben ständig 10 – 15 qualifizierte Fachkräfte zur Erfüllung seiner Aufgaben im Bereich des Forschungsinstitutes zur Verfügung. Die Aufgabe aller hier eingesetzten Mitarbeiter besteht darin, den musealen Fundus nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als Grundlage für die vermittelnden Aufgaben im Freilichtmuseum aufzuarbeiten, instand zu halten und entsprechend der Sammlungs- und Entwicklungspolitik der Museumsleitung zu erweitern. Die Sammlungsbestände stellen wesentliche Grundlage dar für Vorträge und Publikationen, Ausstellungen, für die Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsvorhaben, für die Mitgliedschaft in Vereinen und Institutionen, für europäische Vernetzungen im Rahmen von EU-Projekten und Kooperationen, die allesamt der Aufgabenerfüllung des Pfahlbaumuseums und seines Forschungsinstitutes dienen.

 

Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen mit seinem Forschungsinstitut ist nach seinen kulturellen Aufgaben und seinen Tätigkeiten gemäß Mitteilung der Landesstelle für Museumsbetreuung des Landes Baden-Württembergs vom 29.05.2006 den großen staatlichen Museen gleichgestellt. Es arbeitetet nach den Richtlinien und Qualitätsstandards des Deutschen Museumsbundes und der ICOM, des Weltmuseumsverband. Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und der Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V. sind Mitglied in zahlreichen Fachvereinigungen und Verbänden. Sein Publikationsorgan ist die Vereinszeitschrift „Plattform“, eine fachwissenschaftliche und heimatgeschichtlich ausgerichtete Zeitschrift, die seit 1992 regelmäßig herausgegeben wird. Mitglieder des Museumsträgervereins und Tauschpartner an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen erhalten die Zeitschrift kostenlos.